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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Gebärdensprachdolmetschen

Deaf Studies

 

 

Deaf Studies ist ein neuartiges und interdisziplinäres akademisches Fach, das im deutschsprachigen Raum bisher nur an der Humboldt Universität Berlin angeboten wird. Studierende dieses Studiengangs erwerben Kenntnisse über die sozialen, kommunikativen und institutionellen Rahmenbedingungen des Lebens tauber und anderer hörbehinderter Menschen. Von zentraler Bedeutung ist außerdem die gründliche Ausbildung in Deutscher Gebärdensprache (DGS). Studienbewerberinnen und Studienbewerber, die DGS auf muttersprachlichem Niveau beherrschen, sollten sich vor ihrer Bewerbung von unserer Fachabteilung beraten lassen, ob für sie statt DGS ein anderes geistes- oder sozialwissenschaftliches Zweitfach infrage kommt.

Der Studiengang bietet sich für alle an, die dort beruflich tätig werden wollen, wo taube und andere hörbehinderte Menschen im Mittelpunkt stehen. Der Abschluss in Deaf Studies stellt außerdem eine solide Grundlage für den Masterstudiengang Gebärdensprachdolmetschen dar.

Absolventinnen und Absolventen verfügen am Ende ihres Studiums über einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Dieser zielt jedoch nicht auf ein bestimmtes, klar umrissenes Berufsbild. Stattdessen eröffnet er unterschiedliche berufliche Tätigkeitsfelder: bei Interessenverbänden, Integrationsämtern und Integrationsfachdiensten, in Beratungsstellen für Hörbehinderte, an Frühfördereinrichtungen, Kindergärten oder Schulen, in Wohngruppen und Altenheimen sowie in anderen sozialen, kulturellen und rehabilitativen Einrichtungen. Darüber hinaus sind Beschäftigungen als Familienhelfer für gehörlose Familien bzw. Familien mit hörbehinderten Kindern oder eine Tätigkeit als Studienhelfer für taube und hörgbehinderte Studierende möglich. Insbesondere für taube Personen, die als Gebärdensprachdozenten arbeiten möchten, bietet sich der BA Deaf Studies als akademischer Befähigungsnachweis an.

Bei einigen Tätigkeiten empfiehlt sich eine Kombination mit weiteren beruflichen Qualifikationen, die entweder schon vorhanden sind oder später zusätzlich erworben werden. Diesem Zweck kann nach Abschluss des Bachelors die Wahl eines geeigneten Masterstudienganges (linguistischer, kulturwissenschaftlicher, pädagogischer, psychologischer, sozialwissenschaftlicher oder sozialpädagogischer Prägung) dienen.