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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Gebärdensprachdolmetschen/ Deaf Studies

Forschung und Projekte

Erstellung eines Kriterienkatalogs und Anpassung bestehender Lehrmaterialien der schweizerischen Gebärdensprachen gemäss dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GERS) Stufen A1 und A2

 

Seit Mai 2018 arbeitet die  Abteilung Deaf Studies/ Gebärdensprachdolmetschen der Humboldt-Universität zu Berlin an der Erstellung eines Kriterienkatalogs sowie an der Anpassung bestehender Lehrmaterialien der schweizerischen Gebärdensprachen (Langue des Signes Française [LSF], Lingua dei Segni Italiana [LIS], Deutschschweizer Gebärdensprache [DSGS]) für die Stufen A1 und A2. Beauftragt für diese Evaluation wurden Professor Christian Rathmann und Thomas Geißler vom Schweizerischen Gehörlosenbund SGB-FSS. Die Unterrichtsinhalte sollen an die Richtlinien des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GERS) angepasst und erweitert werden. 

 

Im Zuge dessen wurden in der ersten Projektphase die bestehenden Lehrmaterialien begutachtet, ausgewertet und deren Verwendung durch drei Fokusgruppeninterviews untersucht. In diesen Gesprächen wurden Dozent*innen aus der Romandie, der italienischen Schweiz und der Deutschschweiz eingeladen, Erfahrungen beispielsweise aus den Bereichen Lehrmaterialien, Bedarfe unterschiedlicher Zielgruppen sowie Evaluationswünsche mitzuteilen. Mit dieser Vorgehensweise konnte ein Gesamtüberblick von den Unterrichtskonzepten und -medien gewonnen und die zweite Projektphase eingeleitet werden.

Momentan werden von der Projektgruppe die Lernmaterialien der Stufen A1 und A2 adaptiert sowie ein Konzept zur Überarbeitung der Kursinhalte erstellt. Der daraus entstehende Leitfaden soll dem SGB-FSS eine Orientierung sein, um Konzeptinhalte zu revidieren, überarbeiten und aufzubauen. Hierbei steht die Abteilung dem Schweizerischen Gehörlosenbund stetig beratend zur Seite.

Die Projektzeit endet im Dezember 2020.

 

 

Für die weitere Information: Aktueller Stand Projekt GER (SGB-FSS)

 

Schweizerischer Gehörlosenbund SGB-FSS

 

 

 

 


 

 

 

Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®) 

 

Seit Janaur 2018 gibt es ein neues Beratungsangebot für Fragen zur Rehabilitation und Teilhabe: Die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB©). Die Beratung ist für Menschen mit und ohne Behinderung und ihre Angehörigen, die Unterstützung für ihr volle und gleichberechtigte Teilhabe benötigen. Die Grundlage der Arbeit ist die UN-Behindertenrechtskonvention und Artikel 3 "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden". Die Beratung wird von Berater*innen mit und ohne Behinderung durchgeführt. Kern der Arbeit ist das Peer Counseling, also "Betroffene beraten Betroffene". 

 

In ganz Deutschland gibt es rund 500 Beratungsangebote. Ratsuchende können sich unabhängig von ihrem Wohnort oder ihrer Behinderung an ein Beratungsangebot werden. Die Beratung ist kostenfrei. 

 

Die Berater*innen in den EUTB©-Angeboten suchen gemeinsam mit den Ratsuchenden nach individuellen Lösungen zur Teilhabe. Bei fachlichen und organisatorischen Fragen unterstützt die Fachstelle Teilhabeberatung die EUTB©-Berater*innen. Sie ist angesiedelt bei der gsub mbH, der Selbstbestimmt Leben UG (haftungsbeschränkt) und der Humboldt-Universität zu Berlin, Abteilung Gebärdensprachdolmetschen und Deaf Studies. Die Fachstelle Teilhabeberatung fördert die Vernetzung der EUTB©-Angebote, bietet eine Grundqualifizierung für die Berater*innen an und unterstützt die Beratungsangebote bei der Sicherung der Beratungsqualität. 

 

Die Aufgaben des HU-Teams bestehen in der Übersetzung von Inhalten in die DGS und Sensibilisierung für Aspekte der Barrierefreiheit. Übersetzt werden vorrangig Texte und Materialien auf der Homepage http://www.teilhabeberatung.de

Darüber hinaus wurde eine barrierefreie App "Teilhabeberatung" entwickelt sowie ein barrierefreier Imagefilm erstellt (Imagefilm-hier klicken).

 

Professor Rathmann leitet außerdem das Fokusteam Barrierefreiheit, in dem Expert*innen über Barrierefreiheit diskutieren und Handreichungen sowie Empfehlungen für die EUTB©-Angebote entwickeln. 

 

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) fördert auf Grundlage des §32 Sozialgesetzbuch IX die EUTB©.