Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Pädagogik bei Beeinträchtigungen des Lernens und Allgemeine Rehabilitationspädagogik

Abschlussarbeiten

 

  • Vergabe von Abschlussarbeiten

     


    Ablauf

    Für den Fall, dass Sie Ihre Bachelor- oder Masterarbeit in der Abteilung Pädagogik bei Beeinträchtigungen des Lernens und Allgemeine Rehabilitationspädagogik schreiben möchten, sind Sie dazu herzlich willkommen. Im Folgenden werden grob die entsprechenden Schritte für eine Zusammenarbeit skizziert. (Hinweise zu möglichen Themen finden Sie weiter unten.)

    1. Zunächst stehen Ihnen die Mitarbeiter*innen der Abteilung gern beratend als Ansprechpartner*innen zur Verfügung. Wenden Sie sich mit ersten inhaltlichen Ideen für ein Projekt – insbesondere, wenn sich diese Ideen direkt aus einer Lehrveranstaltung ableiten – an die jeweilige Kolleg*in, um erste Überlegungen zu konkretisieren. Für allgemeine Fragen im Kontext des Spektrums der Pädagogik bei Beeinträchtigungen des Lernens und Allgemeine Rehabilitationspädagogik steht steht Ihnen Herr Redlich (hubertus.redlich[at]hu-berlin.de) zur Verfügung.
    2. Am Institut für Rehabilitationswissenschaften findet jedes Semester (in der Regel im März und September) ein zentrales Verfahren zur Verteilung von Abschlussarbeiten auf die einzelnen Abteilungen und Gutachter*innen statt. Hier müssen Sie sich mit einem Mini-Exposé bewerben, das Thema und Fragestellung skizziert sowie (fakultativ) eine Wunschbetreuung benennt. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Instituts für Rehabilitationswissenschaften unter der Rubrik „Studium -> Abschlussarbeiten am IfR". Bitte beachten Sie die Einhaltung der angegebenen Fristen.
    3. Im Verfahren wird Ihnen ein*e Erst- und Zweitgutachter*in zugewiesen. Wenn Ihre Wunschbetreuung Mitarbeiter*in unserer Abteilung ist und die entsprechenden Kapazitäten vorhanden sind, wird i.d.R. auch das Zweitgutachten von einer*m Mitarbeiter*in unserer Abteilung übernommen. Bitte beachten Sie: Ein Gutachten muss von professoraler Seite erstellt werden.
    4. Wenn Sie Ihre Abschlussarbeit in der Abteilung Allgemeine Rehabilitationspädagogik und Lernen schreiben, besuchen Sie bitte das zweistündige Colloquium, das jedes Semester angeboten wird.

      Das Colloquium ergänzt die Betreuung der Bachelor- und Masterarbeit. Inhalte sind die Vorbereitung und Planung von Abschlussarbeiten – von der Themenfindung und Entwicklung der Fragerstellung, über die Wahl passender Methoden bis hin zum Entwurf und Verfassen eines Exposés und der wissenschaftlichen Arbeit.

    5. Für MA-Studierende: Wenn Sie überlegen, Ihr Lernforschungsprojekt (LFP) und die MA-Arbeit zu verbinden, setzen Sie sich bitte nach Möglichkeit vor der Konzeption des LFP mit Ihrer*m (Wunsch-) Erstgutachter*in in Verbindung, um die damit verbundenen Chancen und Probleme zu besprechen.
    6. Bevor Sie Ihre Arbeit beim Prüfungsbüro/-ausschuss anmelden können, stimmen Sie sich mit der Erstgutachter*in über das Exposé ab, welches die wesentlichen Momente Ihrer Studie bereits benennt und konzeptioniert. Dieses Exposé sollte ca. 3 bis 4 Wochen vor dem (geplanten) Termin der Anmeldung fertiggestellt werden. Legen Sie das mit der Erstbetreuer*in abgestimmte Exposé auch der Zweitgutachter*in vor. Dann erhalten Sie die Unterschriften der Gutachter*innen auf dem „Antrag auf Zulassung der XX-Arbeit“.
    7. Entsprechend Ihrer Prüfungsordnung haben Sie dann Zeit, die Abschlussarbeit durchzuführen und zum Abgabedatum abzugeben. Bitte berücksichtigen Sie, dass es laut ZSP-HU nach Abgabe ca. 3 Monate dauert, bis ihr Zeugnis ausgestellt wird. Diese Zeit wird für Begutachtung und Verwaltungsvorgänge benötigt.

     


    Themenwahl

    • Im Folgenden finden Sie einige Erläuterungen und Hinweise dazu, wie Sie das Thema Ihrer Abschlussarbeit auswählen können und welche Gutachter*innen welche Themen am besten betreuen können. 
    • Allgemein gilt: Studierende profitieren von Betreuungen dann besonders, wenn das Thema und der gewählte methodische Zugang zu bisherigen Forschungen, Publikationen und Arbeitsgebieten der Betreuer*in passen. Informationen dazu finden Sie auf den Seiten der Mitarbeiter*innen unserer Abteilung. Auf dieser Basis können Sie selbstständig Thema und Fragestellung entwickeln und eine entsprechende Betreuer*in wählen.
    • Grundsätzlich können (alle) Themen für Abschlussarbeiten (Bachelor und Master) auf Vorschlag der Studierenden betreut werden, die entweder für den Bereich der Allgemeinen Rehabilitationspädagogik und*oder den der Pädagogik bei Beeinträchtigung des Lernens einschlägig sind. (Betreuer*innen sind dann insbesondere die Professurinhaber*in/ -vertreter*in sowie Dr. Grit Wachtel.)
    • In der folgenden Tabelle finden Sie darüber hinaus spezifische Themen:

     

    (Ober-)Thema (Forschungsprojekt) 

    Zunächst werden Themen*Projekte gelistet, die eher der Allgemeinen Rehabilitationspädagogik(ARP) zuzuordnen sind, dann folgen Themen*Projekte aus dem Fachrichtung Pädagogik bei Beeinträchtigung des Lernens (LB). Beachten Sie ggf. Die Forderung nach einem Fachrichtungsbezug in Ihrer Studienordnung.

    Für eigene Ideen zu Themen sprechen Sie bitte die Mitarbeiter*innen der Abteilung an.

    Ansprechpartner*in (Prüfungsberechtigung)

    Für allgemeine Hinweise der methodischen Herangehensweise vgl. u.a. Roos & Leutwyler, 2017.

     

    Für alle Themen steht Ihnen grundsätzlich auch Prof. Dr. Thomas Hoffmann zur Verfügung.

    Professionalisierung für eine inklusive Schule (z.B. mit Focus auf Einstellungen, subjektive Theorien, heterogenitätssensibles Handeln, Reflexionsfähigkeit (Habitusreflexion), Beziehungsarbeit, Feedback) (ARP)

    Lehrkräftebildung/ Lehrer*innenhandeln im inklusiven Unterricht (z.B. Inklusive Didaktik, Adaptive Lehrkompetenzen, Kooperationen, Lern- und Professionalisierungsprozesse im Kontext inklusiver pädagogischer Praxis) (ARP)

    Partizipation von Kindern und Jugendlichen in inklusiven (schulischen) Kontexten (ARP/LB)

    Dr. Ellen Brodesser (BA & MA)

    Theoretische und empirische Arbeiten

    Dr. Grit Wachtel (BA & MA)

    Theoretische und empirische, qualitative Arbeiten

     

    Organisationsentwicklung/ Schulentwicklung (z.B. Fragen zu Organisation und Weiterentwicklung von inklusiven Schulen und Unterricht, Rahmenbedingungen für (schulische) Inklusion, Einstellungen verschiedener Akteur*innen (Pädagog*innen, Schüler*innen, Eltern etc.) (ARP)

     

    (Bildungs-)Gerechtigkeit (z.B. Armut und Lernen, Migration und Bildung, bildungsrelevante Kapitalien, primäre und sekundäre Herkunftseffekte, Hilfeleistungen für Kinder aus benachteiligten Familien) (ARP/LB)

    Dr. Ellen Brodesser (BA & MA)

    Theoretische und empirische Arbeiten

     

    Familien mit Kindern mit Beeinträchtigungen und Behinderung (ARP)

    Dr. Grit Wachtel (BA & MA)

    Theoretische und empirische, qualitative Arbeiten

    Didaktisch-methodische Fragestellungen des Unterrichts unter besonderer Berücksichtigung von Schüler*innen mit erheblichen Lernschwierigkeiten - unabhängig vom schulischen Setting (gerne auch in Verknüpfung mit einem Ihrer studierten Unterrichtsfächer) (LB)

    Hinweis: Fragestellungen in diesem Bereich eignen sich i.d.R. besser für MA-Arbeiten, da Sie sich dann bereits intensiver mit didaktischen Fragen beschäftig haben

    Dr. Grit Wachtel (BA & MA)

    Theoretische und empirische, qualitative Arbeiten

     

     

    Diagnostik/ Lern- und Leistungsentwicklung von Kindern mit Förderbedarf Lernen (z.B. formative Diagnostik als Lernbegleitung, Statusdiagnostik als Feststellung von Förderbedarfen, institutionelle Diskriminierung, Überschneidungsbereiche und Unschärfen in der Diagnostik LB) (ARP/LB)

    Dr. Ellen Brodesser (BA & MA)

    Theoretische und empirische Arbeiten

    Förderkonzepte und Interventionen bei erheblichen Lernschwierigkeiten (LB)

    Dr. Grit Wachtel (BA & MA)

    Theoretische Arbeiten; systematisches Review vorliegender empirischer Daten

    Schulische Berufsvorbereitung für Schüler*innen mit dem Schwerpunkt Lernen (LB)

    Dr. Grit Wachtel (BA & MA)

    Theoretische Arbeiten; systematisches Review vorliegender empirischer Daten

    Aus Geschichte(n) Lernen (Projekt) (ARP/LB)

    z.B. Analysen*Rekonstruktionen der Darstellung von (Lern-) Behinderung in (digitalen) Medien, Kunst und Kultur (Inszenierung, Narrative, Identifizierung); kulturelle Modellierung von Behinderung (Waldschmidt 2005))

    Hubertus Redlich (BA & MA)(Forschungswerkstatt)

    Kulturwissenschaftliche (Medien-)Analysen