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Abb.: Vanessa Schreiber

Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Rehabilitationssoziologie

Humboldt-Universität zu Berlin | Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät | Institut für Rehabilitations­wissenschaften | Rehabilitationssoziologie | Forschung | Partizipatives Monitoring der aktuellen Entwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts 2021

Partizipatives Monitoring der aktuellen Entwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts 2021

 

Projektleitung: Prof. Dr. Gudrun Wansing

Kooperationspartner*innen: Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V., Prof. Dr. Katja Nebe (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Prof. Dr. Felix Welti (Universität Kassel), Prof. Dr. Wolfhard Kohte (Zentrum für Sozialforschung Halle)

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen (HU): Dr. Tonia Rambausek-Haß (in Elternzeit), Dr. Mario Schreiner

Projektförderung: Gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Ausgleichsfonds für überregionale Vorhaben zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben)

Projektlaufzeit: 09.2018 - 08.2021

Hintergrund

Menschen mit Beeinträchtigungen stoßen in ihrem Alltag häufig auf Barrieren, die sie an der Teilhabe in wichtigen Lebensbereichen hindern und gegenüber Menschen ohne Beeinträchtigungen benachteiligen. Diese Benachteiligungen – z. B. im Arbeitsleben – reichen von häufigerer und längerer Erwerbslosigkeit, über niedrigere Entlohnung bis hin zur nicht gelingenden Vermittlung aus den Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) in den ersten Arbeitsmarkt. Mit der Einführung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) wurde 2009 ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Teilhabe beeinträchtigter Menschen am Leben in der Gesellschaft unternommen. Durch sie wurde ein groß angelegter Reformprozess des Rehabilitations- und Teilhaberechts, vor allem in Gestalt des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) und der Novellierung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG), in Gang gesetzt. Das BTHG wurde am 23. Dezember 2016 verabschiedet und tritt stufenweise in Kraft. Erste Regelungen sind seit 1. Januar 2017 in Kraft, die letzte Stufe wird am 1. Januar 2023 wirksam. Maßnahmen im Rehabilitations- und Teilhaberecht umfassen bspw. die Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben, die Reform der Eingliederungshilfe und die Neuregelung der Kooperation und Koordination der Rehabilitationsträger.

Ziel des Projektes

Vor dem skizzierten Hintergrund haben es sich die Kooperationspartner*innen des Monitoring-Projekts zur Aufgabe gemacht, den durch die UN-BRK angeregten Reformprozess wissenschaftlich zu begleiten. Die Forschungsergebnisse und aus der Rechtsreform resultierende Neuerungen werden auf der projekteigenen barrierefreien Internetplattform (www.reha-recht.de) in und interdisziplinären Fachbeiträgen für verschiedene Zielgruppen verständlich erläutert, analysiert und kommentiert. Interessierte Leser*innen sind aufgefordert, sich an der Diskussion zum Reformprozess zu beteiligen. Fachbeiträge können hierzu kommentiert werden. Darüber hinaus finden in regelmäßigen Abständen moderierte Online-Diskussionen sowie eigene Fachtagungen statt. Die Projektergebnisse sollen einen Beitrag zum wissenschaftlichen Diskurs über (berufliche) Rehabilitation und Teilhabe (am Arbeitsleben) leisten und die Einführung des Bundesteilhabegesetzes kritisch begleiten. Im Projekt verbinden sich durch die Kooperationspartner*innen juristische, sozial- und rehabilitations- sowie erziehungswissenschaftliche Expertise wie auch die zugehörigen Forschungsmethoden. Dies sorgt durch die Vernetzung mit Akteur*innen aus der Praxis dafür, dass der Reformprozess umfassend beobachtet, analysiert und fundiert kommentiert werden kann.

Forschungsdesign

In der ersten Phase des Projektes seit 2015 wurde der politische Entstehungsprozess des BTHG beobachtet und kommentiert. Mit Inkrafttreten des BTHG fokussiert sich das Erkenntnisinteresse nunmehr auf die Implementation des Gesetzes in das Verwaltungshandeln und die Rehabilitationspraxis. In dieser zweiten Projektphase werden am Projektstandort Humboldt-Universität zu Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Gudrun Wansing empirische Erhebungen zu ausgewählten rechtlichen Neuerungen durchgeführt. Konkret sind Studien zu den Auswirkungen der reformierten Werkstätten-Mitwirkungsverordnung (WMVO), der Umsetzung sowie Nutzung der Alternativen zu den Werkstätten für behinderte Menschen und die Analyse der neugefassten Bedarfsermittlung geplant.

 

Laufzeit: bis 08/2021

 

Kontakt:

Humboldt-Universität zu Berlin

Fakultät für Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaften

Institut für Rehabilitationswissenschaften

Dr. Rambausek-Haß/Dr. Schreiner

Georgenstraße 36, 10099 Berlin

 

Dr. Tonia Rambausek-Haß (in Elternzeit)

Tel.: 030 2093-66693

tonia.rambausek@hu-berlin.de

 

Dr. Mario Schreiner

Tel.: 030 2093-66693

mario.schreiner@hu-berlin.de