Direkt zum InhaltDirekt zur SucheDirekt zur Navigation
▼ Zielgruppen ▼

Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Pädagogik bei Beeinträchtigungen des Sehens

Forschung

Die Forschungs- und Interessensschwerpunkte der Abteilung liegen auf den sozialen, methodischen und didaktischen Bedingungen eines Unterrichts, der für möglichst alle Lernende und damit auch für Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf Sehen zugänglich ist. Wir befassen uns mit assistiven Technologien, welche die Selbstbestimmung von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und älteren Menschen stärken. Der dritte Schwerpunkt der Abteilung liegt auf interdisziplinären Fragestellungen an der Schnittstelle zwischen der Pädagogik bei Sehbeeinträchtigungen und der Informatik.

Forschungsschwerpunkte


Invarianter Smiley

I: Bildungsprozesse im digitalen Wandel

Auch wenn mit zahlreichen Initiativn in den vergangenen Jahrzehnten viele Barrieren abgebaut wurden und die Welt im Sinne eines universellen Designs sehr viel zugänglicher geworden ist, wird es auf absehbare Zeit auch weiterhin Menschen geben, welche assistive Technologien benötigen, um ihre Selbstbestimmung wirkungsvoll zu erweitern. In diesem Kontext geht es uns vor allem darum Wege aufzuzeigen und Bildungsangebote zu schaffen, mit welchen sich die behinderungsspezifischen Kompetenzen im Umgang mit assistiven Technologien für sehbeeinträchtigte Menschen unmittelbar oder mittelbar steigern lassen.

Invarianter Smiley

II. Pädagogische Professionalität sonderpädagogischer Fachkräfte

Jüngst steht die Bildung von Lehrkräften, beispielsweise mit Verweis auf die aktuellen Arbeiten von Kollegin Vera Moser, insbesondere hinsichtlich der Praxisphasen im Studium unter besonderer Beobachtung. Zum einen gilt es die Praxisphasen mit Bezug zu Sozialisations- und Bildungsfaktoren in den Blick zu nehmen, etwa hinsichtlich der Frage, welche Kontexte zur Bildung eines professionellen oder professionalisierten Habitus beitragen. Zum anderen wird der Ort der Praxisphase als ein Übungs- und Trainingsfeld verstanden, das sich die Studierenden mittels empirischer Methoden systematisch erschließen sowie eigene und beobachtete Praktiken reflektieren.

Invarianter Smiley

III. Behindertes Leben in der inklusiven Gesellschaft

Die soziale Partizipation behinderter Menschen ist wesentlich für eine gelungene Lebensgestaltung. Vor dem Hintergrund meiner eigenen sehbeeinträchtigungsbedingten Erfahrungen im Bildungssystem und in der Berufswelt ist mir dieses Thema nicht nur ein wissenschaftliches, sondern auch ein persönliches Anliegen. Soziale Partizipation erfordert soziale Kompetenz auf allen Seiten. Bezogen auf die Ursachen und Bedingungen der Entstehung von sozialer Kompetenz, interessieren mich vor allem die Perspektiven und die daraus entstehenden Einflüsse der am Partizipationsprozess von behinderten Menschen beteiligten Gruppen (Eltern, Lehrkräfte, Arbeitgeberinnen und -geber, Mitmenschen etc.) und die sich durch ihre Interaktionen ergebenden Systeme, Beziehungen, Abgrenzungen und Identitätsmerkmale.

Aktuelle Publikationen


Letzte Veröffentlichungen

Icon eines Druckers mit Haken

Capovilla, D. & Kober, A. (2019) Intelligenzdiagnostik bei Kindern mit einer Sehbeeinträchtigung. In Empirische Sonderpädagogik, 1/2019, S. 31-52. Peer Review.

Icon eines Druckers mit Haken

Geimer, A., Amling, S. & Bosančić, S. (2019) Subjekt und Subjektivierung – Empirische und theoretische Perspektiven auf Subjektivierungsprozesse. Wiesbaden: Springer VS.

Icon eines Druckers mit Haken

Capovilla, D. (2018) Technologiegestützte Kommunikation bei Beeinträchtigungen des Sehens. In: C. Maaß & I. Rink (Hsrg.) Handbuch Barrierefreie Kommunikation (S. 565-582). Berlin: Frank & Timme.

In Vorbereitung

Icon eines Druckers mit Haken

Capovilla, D. (i.V.) Behindertes Leben in der inklusiven Gesellschaft.

Icon eines Druckers mit Haken

Hermann, M. & Capovilla, D. (Hrsg.) (i.V.) Sonderheft "Gemeinsam in der Digitalen Welt" (1/2020) der Zeitschrift für Inklusion "gemeinsam leben". Weinheim: Beltz-Verlag - In Vorbereitung.

Icon eines Druckers mit Haken

Geimer, A. & Capovilla, D. (Akzeptiert): Being blind on camera – Über Charakteristika der international populärsten Kanäle und Videos von sehbeeinträchtigen YouTuber_innen. In Sonderheft "Gemeinsam in der Digitalen Welt" (1/2020) der Zeitschrift für Inklusion "gemeinsam leben".

Icon eines Druckers mit Haken Capovilla, D. (In press) Informatische Bildung und inklusive Pädagogik. In Proceedings of INFOS 2019 an der TU Dortmund.
Icon eines Druckers mit Haken Geimer, A. & Capovilla, D. (i.V.): Undoing Disability while Doing Gender – Praktiken der (Ent)Subjektivierung in der Repräsentation von Sehbeeinträchtigungen auf YouTube.

Aktuelle Drittmittel-Projekte


Laufende Drittmittelprojekte

Big Smile Smiley

Mastery Learning Reloaded – „Technologiegestützte Kommunikation bei Beeinträchtigung des Sehens“
Gefördert vom bologna.lab der Humboldt Universität zu Berlin

Das Projekt entwickelt den Mastery Learning Ansatz des Seminars „Technologiegestützte Kommunikation bei Beeinträchtigung des Sehens“ weiter und ergänzt ihn um das Flipped Classroom Modell. Die Studierenden profitieren von den Vorteilen des Mastery Learning und erhalten durch die digitale Lernumgebung des Flipped Classrooms individuellere Lernangebote zur Vorbereitung des Seminars. In den Präsenzphasen verlagert sich der Fokus auf praktische Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Technologien. Ziel ist es den Studierenden einen sichereren Umgang mit den teilweise sehr komplexen Bedienkonzepten der unterschiedlichen Technologien durch möglichst große Unterstützung in der Praxis zu ermöglichen.

Big Smile Smiley

Konzeption und Implementierung eines webbasierten Weiterbildungsprogramms mit dem Schwerpunkt: Assistive Technologie im Unterricht von Menschen mit einer Beeinträchtigung des Sehens
Gefördert von der Dieter Schwarz Stiftung gGmbH, Heilbronn

In Kooperation mit:
Nikolauspflege – Stiftung für blinde und sehbehinderte Menschen, Stuttgart

Mit dem vorliegenden Projekt soll ein modulares webbasiertes Weiterbildungsprogramm entwickelt werden, welches den Einsatz von assistiven Technologien im Unterricht von Lernenden mit einer Sehbeeinträchtigung zum Gegenstand hat. Zielgruppe des Weiterbildungsprogramms sind Studierende des Förderschwerpunkts Sehen, aktive sonderpädagogische Förder- und Beratungslehrkräfte, Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter sowie interessierte Studierende und Lehrkräfte anderer Fachrichtungen. Außerdem soll das Weiterbildungsprogramm auch für Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung zur Verfügung stehen.

Abgeschlossene Drittmittelprojekte

Zufriedener Smiley

Didaktisches und pädagogisches Training für Tutorinnen und Tutoren
Gefördert von den TUM Lehrfonds, München

In Kooperation mit:
Dr. Johannes Krugel (Didaktik der Informatik an der TU München)

Entwicklung einer semesterbegleitenden Ausbildung für Tutorinnen und Tutoren an der Fakultät für Informatik der TU München. Das integrierte Lernkonzept umfasst eine Online- und eine Präsenz-Phase. Für die Online-Phase wurden im Vorfeld kurze Videos zu herausfordernden Situationen in Tutorien mit zugehörigen Leitfragen entwickelt. Die Teilnehmenden wurden dann in der Online-Phase diese Videos anhand der Leitfragen interpretieren und vergleichen. Anschließend werden die Ergebnisse in der Präsenzphase diskutiert, nachgespielt und analysiert. Nach dem Pilot mit ca. 20 Tutorinnen und Tutoren soll das Ausbildungskonzept in die bestehende Ausbildung für Tutorien an der Fakultät für Informatik integriert werden.

Beantragte/Abgelehnte Drittmittelprojekte

Invarianter Smiley

PR@DIF – Sehen: Pädagogik und Rehabilitation bei Beeinträchtigung des Sehens: digital – inklusiv – fachlich
Kooperativ mit Philipps-Universität Marburg (Prof. Seitter) und Universität Hamburg (Dr. Schütt) beantragt beim BMBF - in Begutachtung

Invarianter Smiley

ATOCCHI Artistic Touch Interface - Opening Art to the Visually Impaired
Als Forschungskonsortium beantragt bei H2020-ICT-32 - abgelehnt

Invarianter Smiley Partizipation aus bürgerwissenschaftlicher Sicht: Ein bürgerwissenschaftlicher Ansatz zum Erkennen, Beschreiben und Verändern von Stereotypen über Menschen mit Behinderung
Kooperativ mit TU Dortmund (Prof. Gebhardt) beantragt beim BMBF - abgelehnt
Invarianter Smiley

Übergang Schule-Ausbildung-Beruf für Jugendliche mit Migrationshintergrund: Diversität, Debiasing-Kommunikation und kultureller Wandel
Kooperativ mit TU Dortmund (Prof. Hastall & Prof. Gebhardt) beantragt beim BMBF - abgelehnt

Invarianter Smiley

Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte im Umgang mit assistiven Technologien für die inklusive Bildung von Menschen mit Sehschädigung
Beantragt beim BMBF - abgelehnt