Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Rehabilitationspsychologie

Forschung der Abteilung Rehabilitationspsychologie

 

  1. Drittmittelprojekte
  2. laufende Promotionsvorhaben
  3. weitere Forschungsprojekte

 

  1. Drittmittelprojekte:

Verbundprojekt: Diagnose von Barrieren für autistische Schüler*innen in inklusiven Schulen (schAUT) - Teilprojekt: Statistische Analyse und pädagogisch-psychologische Expertise

 

Zeitraum:

01.06.2021-31.05.2024

Projektbeschreibung:

Ein individuell angepasstes Lernumfeld ist für die Inklusion autistischer Schüler_innen zentral: Bildungserfolg und gesellschaftliche Partizipation hängen für sie vom Abbau individueller Barrieren ab. Das Projekt schAUT entwickelt daher ein schlankes, alltagstaugliches Diagnosetool, um subjektiv empfundene Barrieren und Ansatzpunkte für ihre Behebung zu ermitteln. Validiert wird dieses Tool mit jeweils 1.600 Schüler_innen in zwei Bundesländern zu zwei Messzeitpunkten (Eintritt Grundschule, Eintritt Sekundarstufe). Das Diagnosetool wird im Austausch mit international renommierten Expert_innen entwickelt, in Fortbildungen für Lehrkräfte erprobt sowie schließlich allen Kultusministerien zur Nutzung an den Schulen kostenfrei online zur Verfügung gestellt. schAUT ist interdisziplinär, partizipatorisch und international vernetzt konzipiert, basierend auf einer langjährigen Kooperation zwischen White Unicorn e.V. und der Humboldt-Universität (Rehabilitationspädagogik und -psychologie).

Die Projektförderung erfolgt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Kontaktperson: Dr. Jochen Kleres (Email: jochen.kleres@hu-berlin.de)

 


"Wissenschaftliche Evaluation "Gemeinsames Lernen und Schulzentren im Bundesland Brandenburg""

Zeitraum:

2018-2022

Projektbeschreibung:

Konsortium Prof. Dr. Nadine Spörer, Prof. Antje Ehlert, Prof. Michel Knigge

Die Evaluation von Schulen des Gemeimsamen Lernens und von Schulzentren im Land Brandenburg in den Schuljahren 2018/2019 sowie 2019/20 umfasst drei verschiedene, miteinander interagierende Ebenen: (1) die Ebene der Schülerinnen und Schüler (Analyse der individuellen Entwicklungsverläufe), (2) die Klassenebene (Analyse der unterrichtlichen Kontextebedingungen inklusive der professionsbezogenen Merkmale der Lehrerinnen und Lehrer) sowie (3) die Schulebene (Analyse von Merkmalen des Kollegiums und schulorganisatorischen Merkmalen). Es soll untersucht werden, wie der gemeinsame Unterricht in der Primar- und Sekundarstufe auf die Kompetenzentwicklung von Schülerinnen und Schülern einwirkt und in welchem Zusammenhang dazu professionsbezogene Merkmale der Lehrerinnen und Lehrer, Unterrichtsmerkmale und kontextuelle Merkmale stehen. Die wechselseitigen Zusammenhänge sollen längsschnittlich in unterschiedlichen Kohorten der Primar- und Sekundarstufe untersucht werden. Der Abschlussbericht zum Projekt befindet sich öffentlich zugänglich auf den Seiten des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg.

https://mbjs.brandenburg.de/media_fast/6288/2021-03-31_abschlussbericht_eval.gl_o._anh._v3.pdf

 


Schule tatsächlich inklusiv – Evidenzbasierte modulare Weiterbildung für praktizierende Lehr- und andere pädagogische Fachkräfte (StiEL)

Zeitraum:

01.01.2018 – 28.02.2021 inkl. Laufzeitverlängerung

Projektbeschreibung:

Im anwendungsbezogenen Forschungs- und Entwicklungsprojekt "Schule tatsächlich inklusiv – Evidenzbasierte modulare Weiterbildung für praktizierende Lehr- und andere pädagogische Fachkräfte" (StiEL) werden evidenzbasierte Module für inklusionsorientierte Fort- und Weiterbildung für Lehrkräfte und weiteres pädagogisches Personal Allgemeinbildender und Beruflicher Schulen entwickelt. Diese Fortbildungsinhalte werden in der Schulpraxis von fortgebildeten Lehrkräften eingesetzt und mit quantitativen und qualitativen Methoden evaluiert. Dabei werden das Verhalten im Klassenraum bzw. das Unterrichtsgeschehen in Hinblick auf Dimensionen wie soziale Integration und soziale Anerkennung ebenso berücksichtigt wie der Kontext von Schulentwicklung.

Im ersten Schritt werden insgesamt vier Fort- und Weiterbildungsmodule entwickelt. Grundlage dafür bilden ein umfassendes Screening von theoretisch relevanter Literatur und bereits bestehenden inklusionsorientierten Fortbildungsprogrammen sowie Interviews mit Bildungs- und Inklusionsexpertinnen und -experten, die inhaltsanalytisch ausgewertet werden.

Nach der Schulung der Lehrkräfte und des pädagogischen Personals wird die Transformation der in den Fort- und Weiterbildungen erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen der Lehrkräfte in das Unterrichtsgeschehen und in den schulorganisatorischen Alltag anschließend psychometrisch im Längsschnitt (Interventions- und Kontrollgruppendesign) sowie qualitativ (Teilnehmende Beobachtung und Gruppeninterviews) untersucht.

Die Evaluationsergebnisse werden dann zu einem modularen Fort- und Weiterbildungssystem verdichtet, das a) als Open Access allen relevanten und interessierten Akteurinnen und Akteure zur Verfügung gestellt wird und b) im Falle bestehender Copyrights eine Auflistung von empfehlenswerten Good Practice-Modellen ermöglicht.

Die Projektförderung erfolgt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

 

 



 


 

  1. laufende Promotionsvorhaben:

Doktoranden aus der Humboldt-Universität zu Berlin:

 

David Brehme: "Vorsicht Normalianer! Normalität(en), Normen und Normalisierungen an inklusiven Schulen der Sekundarstufe 1”

 

Christian Jäntsch: "Lehrerinnen und Lehrer auf dem Weg zur Inklusion - Concerns basierte Untersuchungen der Implementation inklusiven Unterrichts."

 

Scarlett Kobs: "Gerechtigkeitsurteile in inklussiven Unterrichtssettings"

 

Doktoranden aus anderen Einrichtungen:

 

Nora Dünkel: "Peers und Mehrsprachigkeit. Die Rolle von Peerbeziehungen für die sprachlichen Fähigkeiten lebensweltlich mehrsprachiger Jugendlicher"

 

Lena Külker: "Inklusive Unterrichtskompetenz von Lehrkräften."

 

Ulrike Koglbauer: "Zum Evaluationshandeln von Lehrkräften"

 

Verena Nowak (geb. Keeß): "Interaktion als Lernziel: Evaluation unterschiedlicher Interventionen zur Verbesserung der Interaktionskompetenz angehender Lehrkräfte"

 

Gülay Teke: "Neu Zuwanderung im Zeitalter der Inklusion: Explorative Studie zum institutionellen Umgang mit neu Zuwanderung anhand der Gestaltung der Übergänge von der Willkommens- in die Regelklasse."

 

Franziska Rogge: "Die Gestaltung von Kooperationsprozessen in der Sekundarstufe im Kontext der individuellen Lernförderung"

 

Simon Wagner: "Textvignetten in der Lehrkräftebildung? Die Entwicklung von Fallmaterial zur Professionalisierung von Lehramtsstudierenden"

 


  1. Weitere Forschungsprojekte

 

EREP Uganda (EREP stands for Empirical Research on Educational Participation.)

 

EREP-Uganda is a joint project between the Kyambogo University in Kampala, Uganda, the University of Potsdam, Germany, and the Humboldt-University Berlin, Germany, with the objective to establish productive joint research activity. Capacity building is an important process towards this goal. As a long-term objective stands the development of an interdsicipinary Master program for EREP at Kyambogo University.