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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Gebärdensprach- und Audiopädagogik

Linking Competence with Partner Countries Collaborating In Deaf Education in Palestine (CIDEP)

Im Jahr 2017 begann eine Kooperation zwischen der Abteilung Gebärdensprach- und Audiopädagogik der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und vier palästinensischen Universitäten - der Islamischen Universität Gaza (IUG), der Birzeit Universität, der An-Najah National Universität und der Al Quds Universität. Das langfristige Ziel dieser Partnerschaft ist die Entwicklung und die Implementierung von Hochschulkursen zur Gehörlosenbildung im Rahmen der Lehrer*innenausbildung in Palästina.

 

Auch wenn palästinensische gehörlose und schwerhörige Kinder Förder- oder allgemein bildende Schulen besuchen, gibt es bislang weder Weiterbildungsangebote in Sonderpädagogik noch in der Gehörlosenbildung für Lehrer*innen, die an diesen Schulen tätig sind.


Die Abteilung Gebärdensprach- und Audiopädagogik der HU bietet Lehramtsstudiengänge für die sonderpädagogischen Fachrichtungen Gebärdensprachpädagogik und Hören & Kommunikation bereits seit vielen Jahrzehnten an und verfügt über umfassende Erfahrungen in der Implementierung neuer Lehramtsstudiengänge unter Berücksichtigung bilingualer Förderkonzepte (Laut- und Gebärdensprache) und den Erfordernissen inklusiver Schulen. Im Sinne eines Capacity Building werden diese Erfahrungen in der Erstellung von Curricula sowie der didaktischen Konzeption entsprechender Lehrveranstaltungen für die palästinensischen Universitäten nutzbar gemacht.

 

Die Zusammenarbeit hat mit einem Erasmus+ Mobilitätsprojekt (2017–2019) begonnen.  

 
Die Ziele des Projekts Erasmus+ Mobility sind:

 

  1. Mitarbeiter*innen der palästinensischen Universitäten werden über den Lehrplan in Gebärdensprachpädagogik/Audiopädagogik und die Sonderschullehrer*innen-Ausbildung an der HU informiert. Darüber hinaus lernen sie das Schulsystem für schwerhörige und gehörlose Kinder in Deutschland kennen.
  2. Mitarbeiter*innen der HU erhalten Informationen über die Schulstruktur und (Schul-)Kultur sowie die Situation von Menschen mit Hörbehinderungen/Behinderung in Palästina.
  3. Vor dem Hintergrund dieses Informationsaustauschs entwickeln die Kolleg*innen aller Universitäten gemeinsam ein Konzept für einen Graduiertenkurs für die IUG.
  4. Lehramtsstudent*innen der IUG werden an der HU im Bereich der Sonderschulbildung mit dem Schwerpunkt Gebärdensprachpädagogik/Audiopädagogik ausgebildet. Die Student*innen der HU werden zur Unterstützung des Projekts herangezogen.